Digitalisierung im Gesundheitswesen – Paneldiskussion auf dem BGF 19

Das 17. Gesundheitsforum in München hat den Schwerpunkt Digitalisierung und dazu eine Paneldiskussion am zweiten Tag mit einigen interessanten Mitstreitern auf die Bühne gestellt. Ich selbst durfte neben Thomas Berns und Horst Geiser teilnehmen. Mit Rainer Seiler und der Moderation von Gerhard Potuschek und Hans-Jochen Weidhaas sind wir eingestiegen in eine lebhafte Diskussion über elektronische Patientenakten und Digitalisierungsgrad der deutschen Gesundheit.

Es kann aus meiner Sicht nur eine Vorgehensweise geben: Wir müssen überwinden, dass wir immer über Bedenken sprechen und den Fokus auf die Chancen legen. Dadurch entsteht dann auch eine Kultur, die es Startups ermöglicht, im Ökosystem Gesundheit eine relevante Rolle spielen zu können.

Das Beispiel von Estland (hierzu mein Bericht früher hier im Blog) ist hier von der Transparenz und Offenheit geprägt, die für eine Digitalisierung erforderlich ist.
Wenn hier keine Fortschritte gemacht werden können, dann verlieren wir weiter den Anschluss an die restliche Welt.
Zusätzlich kann dann doch, aus dem Publikum aufgebracht, das Schreckgespenst Amazon zum Tragen kommen. In den USA existiert bereits eine Krankenversicherung, die aufgrund des Zusammenschlusses von „Willigen“ – hier Warren Buffet, JPMorgan und AMAZON – mit nahezu unendlichen Mitteln ausgestattet sind.
Darauf müssen wir vorbereitet sein.

Digitalisierung bietet die Chancen, Zeit freizuschaufeln für die wichtigste Arbeit des Arztes, das ist das Gespräch mit dem Patienten, dem Versicherten.
Diagnostik, vereinfachte Prozesse, eRezept und elektronische Patientenakten können hier zusammenführen, was diese Zeit schafft.

Leider sind wir in Deutschland wieder auf einen Weg, der propritäre Schnittstellen aufbaut, eine Vernetzung in die Welt nicht möglich ist und damit eine Insel entsteht, die keine wesentlichen Mehrwerte schafft.
Krankenhäuser in Deutschland arbeiten schon mit HL7 und IHE Standards, warum eigentlich nicht die Patientenakte.

Einen größeren Raum hat das Thema Datenschutz in der Diskussion eingenommen. Ich gehe in diese Diskussion immer mit dem Fokus von schwarz und weiss. Solange die Risikoabschätzung noch weisse Punkte im Bereich von schwarz finden, entsteht Innovation. Weiss, das kann jeder, dort ist kein gesetzlicher Spielraum, um auszuprobieren.

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