eHealth-Reise nach Estland – Tag 2 – Das System sieht nicht so gut aus, aber es funktioniert sehr gut

„e-Health Stakeholders #2: Estnischer Verband der Familienärzte“ – Präsentation und Gespräch mit Dr. Reet Laidoja, Vorstandsvorsitzender Estnischer Verband der Familienärzte und Andres Lasn, Vorstandsvorsitzender of the Young Family Physicians Association

Sehr interessanter Einblick in die Wirklichkeit des Gesundheitssystem. Zwei Hausärzte stellen uns die wesentlichen Herausforderungen im System aus der Sicht des Anwenders dar. Hier kommen Fragestellungen zum Tragen, die aus den Vorträgen des gestrigen Tages nicht so deutlich rausgekommen sind. Ich habe nachgelesen: Lettland ist ähnlich digital, macht aber deutlich weniger Marketing als Estland und ist darüber manchmal verärgert.

„Regulatorischer Rahmen und die Zukunft von e-Health in Estland“ – Präsentation und Gespräch mit Dr. Kalle Killar, Stellv. Generalsekretär für e-Services-Entwicklung und Innovation im Sozialministerium der Republik Estland und Priit Tohver, Adviser on E-services Development and Innovation Policy Ministry of Social Affairs

Die Esten sind grundsätzlich offen, digitale Services zu akzeptieren. Allerdings muss das Vertrauen in der Bevölkerung immer wieder gestärkt werden.

Wichtig bei der Nutzung und den Ansprüchen an das System: Das System sieht nicht immer so gut aus, aber es funktioniert sehr gut. Das ist der Fokus der Esten, Form follows function!

Die X-Road selbst speichert keine Daten, sondern bietet nur eine Austauschplattform, mit der ich extrem schnell weitere Partner und Quellen anschließen kann. Das haben wir in den letzten Vorträgen mehrfach gehört, damit können die Daten sparsam und beim Ersteller gehalten werden. Es werden nur die Data-Logs verarbeitet und gespeichert, niemals die Daten, die verarbeitet werden.

„e-Health Stakeholders #3: Nationales Institut für Gesundheitsentwicklung“ – Präsentation und Gespräch mit Natalja Eigo, Leiterin Zentrum für Gesundheitsstatistik und Register beim nationalen Institut für Gesundheitsentwicklung

Die Nutzung von Daten und insbesondere zu Zusammenführung der Daten aus den unterschiedlichen Quellen ist auch im digitalen Estland schwierig. Natalja hat uns ein paar Beispiele gezeigt, wo die Daten noch nicht gut genug erzeugt werden oder abgerufen werden können. Auch für das National Institute of Health Development gilt der Zugriff auf die x-Road, als Backbone für die Datenbeschaffung. Daten werden aus dem eHealth-System nur sehr unzureichend übergeben. Einige Zahlen der Beteiligung: Zahnärzte nur zu 61%, Hausärzte zu 100%, Krankenhäuser zu 97%, Spezialisten aber nur zu 74%.

Problem of Understanding of Data and Definitions – Data is not easy to use. Aus diesem Grund werden die Daten nicht umfangreich genug genutzt.

„e-Health Stakeholders #4: SYNLAB Estonia“ – Präsentation und Diskussion mit Kaido Beljaev, Chief Operating Officer (COO) Nordische Länder SYNLAB Eesti OÜ

Ein Lab voll digital und weltweit mit Operations.