HealthHack19 -Gesundheit wird gehackt!

Am 01.09.2019 startete der zweitägige Healthhackathon des HealthInnovationHub (HIH) und des Bundesgesundheitsministerium (BMG) in Berlin in der Kalkscheune.

Der Hackathon bietet neben den Challenges für die Hacker auch noch einen Fachbesucherteil.

BITMARCK hat sich in beiden Rollen auf dem HealthHack19 präsentiert. Das Team aus Hamburg hat sich im Vorfeld ausführlich Gedanken gemacht, welches Thema der Digitalisierung der Gesundheit in Deutschland spannend und neu sein könnte, so dass es auf einem Hackathon ausprobiert werden kann. Die Wahl fiel auf eine vielbeachtete Challenge, Blockchain in der Gesundheit zu nutzen und damit Lungenpatienten Erleichterungen in ihrem täglichen Leben zu geben. Konkret haben die Kollegen an einem Spirometer gearbeitet und eine Blockchain angedockt.. Diese Blockchain gewährt allen Beteiligten an dem Behandlungsprozess sichere, unverfälschbare Daten, so dass auch der behandelnde Arzt sicher sein kann, dass er richtig diagnostiziert.

(Die Diskussion, ob es eine Blockchain ist oder ein Smart Ledger oder ein Distributed Ledger, habe ich mir hier erspart. Grundlage für die Programmierung ist Etherium.)

Prof. Dr. Halamka von der Harvard Medical School hat sich die Lösung angeschaut und war interessiert. Der Nachhall auf die Lösung , auch bei Prof. Halamka war positiv, inkl. des sehr gelungenen Pitches.

Der Hackhathon hat insgesamt 24 Teams die Möglichkeit gegeben, sich zu präsentieren. Die Art der vorgestellten Lösungen war sehr unterschiedlich und aus meiner Sicht auf bei der Auswahl durch die Organisatoren nicht immer transparent.

Der Vorgänger-Hackathon hat einige der Teams auch mit nach Berlin gespült und dort nur mit einer weiteren Evolutionsstufe präsentieren lassen. Die Krankenkassenteams waren angehalten keinen Code mitzubringen, sondern alles vor Ort zu erstellen. Das war in der Zusammenschau am Ende etwas unrund.

Für das Fachpublikum gab es ein sehr interessantes Rahmenprogramm mit Keynotes von Prof. Halamka, Stefanie Kaiser vom Digitalrat, Begrüßungskeynote durch Gottfried Ludewig und einem Besuch durch Jens Spahn, der sich ebenfalls nach einem Rundgang durch die Hacker-Area zu den Digitalisierungsgesetzen seines Ministeriums in einer kurzen Keynote äußerte. Richtige Botschaft von Jens Spahn: Man sollte immer erst etwas davon verstehen, bevor man es reguliert.

Als Fachbesucher stand die Hacker-Area jederzeit zum Besuch und insbesondere zum Austausch mit den Hackern offen. Dies intensiv zu nutzen, führt für mich zu einem wertvollen Einblick in die Entwicklungen und gleichzeitig nutzen die Hacker die Möglichkeit, sich fachkundig auszutauschen und von den Fachbesuchern direktes Feedback einzuholen.

Mit der Jurybewertung kann man zufrieden sein, wenn man überlegt, dass insgesamt 12 der 24 Teams mit Preisen bedacht wurden.

Das Format des Healthhack19 war gut und es hat die Digitalisierungswilligen der Gesundheit zusammengebracht. Das sollte unbedingt beibehalten werden.

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