Mitarbeiter werde selbst zur Marke – Der Arbeitgeber muss das unterbinden (oder vielleicht doch nicht?)!

 Mitarbeiter Self-Branding – Wie sich Mitarbeiter Ihre eigene Marke aufbauen und für sich unddas Unternehmen nutzen

Inspiriert durch einen Artikel von Marc Wagner zum Thema Selfbranding (Link), habe ich mich mit dem Thema für mich selbst einmal auseinandergesetzt.

Durch Socialmedia, soziale Netzwerke und die leichtere Darstellung von eigenen Ideen, Themen und Ergebnissen ist es heute für jedermann möglich, seine eigene Marke aufzubauen.

Eigene Marke

Marke als wirtschaftlicher Begriff ist hier sicher in einer abgewandelten Form zu betrachten.

Die „eigene Marke“ wird durch den eigene Purpose, die eigene Expertise und die Meinung gebildet. Themen des eigenen Berufs und der täglichen Arbeit können hier ebenso Markenbildend sein, wie Interessen, die auf den ersten Blick nichts oder nur wenig mit der eigenen Arbeit zu tun haben.

Die eigene Marke ist sichtbar und in der Wahrnehmung im relevanten und ggf. auch im allgemeinen Markt präsent.

Aufbau über neue Marke

Ganz wesentlich für die Marke, und das nicht nur im Aufbau der Marke, ist das Netzwerk. Dies ist ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung über die Marke und trägt gleichzeitig wesentlich zum Geschäftserfolg bei, da aus dem Netzwerk berufliche Kontakte und geschäftliche Verbindungen generiert werden können.

Was ist privat, was ist Unternehmen?

Meiner Meinung nach gibt es hier kein falsch oder richtig, hier gibt es nur eine eigene Entscheidung entlang der Richtlinien des Unternehmens und die mit gutem Menschenverstand getroffenen Entscheidung, was ich kommunizieren will und was ich eher nicht kommunizieren sollte.

Meine Aussagen zum Thema Marke sind ausschließlich auf die berufliche Marke bezogen. Aus diesem Grund sollte jegliche Art von privater Kommunikation (Bilder vom Kölschtrinken, Skifahren oder Sonnenbaden etc.) von beruflichen Kanälen ferngehalten werden. Privates bleibt Privat!

Was bringt es dem Unternehmen?

Viele Unternehmen sind bis heute auf eine streng hierarchische Kommunikation ausgelegt und bündeln Ihre Kommunikation in einer Abteilung, meist der Presse-Abteilung und ggf. noch der Marketing-Abteilung.

Damit entstehen gesteuerte und nachhaltige, sinnvolle und gewollte Informationen über das Unternehmen und auch die Steuerung von Emotionen kann damit gut erreicht werden.

Die Welt hat aber in den vergangenen Jahren immer wieder Systeme hervorgebracht, die eine neue und andere Kommunikation erfordern, selbst wenn diese Kanäle auch von den Presseabteilungen bespielt werden.

Unternehmenskommunikation sollte sich die Marken der Mitarbeiter zu Nutze machen und mit eigenen Support weiter ausbauen. Retweeten und Like von Posts etc. und vor allem ein wohlwollendes Begleiten nützt dem Unternehmen ohne wesentlichen Aufwand. unterstützen und vor allem nutzen. Aktive oder passive Teilnahme an Konferenzen ist ein klarer Weg der Vermarktung und damit auch der Markenbildung. Paneldiskussionen, Standpunkte, Keynotes etc. sind alles Markenbildung und für das Unternehmen Mehrwerte. Sie hängen allerdings mit den handelnden Personen eng zusammen und das Unternehmen sollte dies nutzen.

Was bringt es dem Mitarbeiter?

Zuallererst bringt es dem Mitarbeiter die Möglichkeit, seine Fähigkeiten darzustellen, ohne eine hohen Aufwand, weder zeitlich noch finanziell zu treiben. Es bringt Reichweite und Bekanntheit für den Mitarbeiter aus der Mitte des Unternehmens.

Wo früher viele Mitarbeiter aktiv Bewerbungen schreiben mussten, entsteht heute ein Pull anstelle eines Pushs auf neue Stellen. Die neue Unternehmung wird aktiv, nicht der potentiell neue Mitarbeiter Damit stellt sich die Frage, ob es nicht besser wäre, die Kommunikation zu unterbinden und keine eigene Marke der Mitarbeiter bilden zu lassen.

Hier überwiegt die Identifikation mit dem Unternehmen und dem Geschaffenen für das Unternehmen im Verhältnis zum Verlustrisiko.

Getreu dem Fragenkomplex: Was passiert, wenn wir unsere Mitarbeiter ausbilden und sie dann das Unternehmen verlassen? Gegenfrage: Was passiert, wenn wir unsere Mitarbeiter nicht ausbilden und sie bleiben?

Kanäle der Markenbildung heute

Twitter, LinkedIn, Instagram, Facebook, YouTube, t3n, medium, dock.io etc.

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Fragen, Anregungen, Anfragen zum Austausch gern über LinkedIn oder Twitter